Wirbelsäulentherapie – Beckenschiefstand



Der Beckenschiefstand, oftmals fälschlicherweise als „Beinverkürzung“ diagnostiziert, ist häufig Ursache vieler Schmerzen und verantwortlich für zahlreiche körperliche Krankheiten und Beschwerden.

Die breite Palette der Symptome reicht von chronischen Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden, über Kopfschmerzen, Migräne, bis hin zum Gelenkverschleiß, Bandscheibenbeschwerden, sowie Organfunktionsstörungen.

Leider wird ein Beckenschiefstand noch zu häufig mit einseitigen Absatzerhöhungen oder Einlagen versorgt, anstatt die Ursache – meist eine Blockierung  im Iliosakralgelenk, einer gelenkigen Verbindung zwischen Kreuzbein und Darmbein- zu beseitigen. Die Blockierung kann bereits beim Abrutschen von einer Treppenstufe, beim falschen Heben einer schweren Last,  im Säuglingsalter (während der Geburt) oder Kindesalter (ungünstige Bewegungen beim Sport), aber auch bei anderen einfachen aber ungünstigen Bewegungsabläufen geschehen.

Im Kindesalter führt die Blockierung später gerne zur sogenannten Wirbelsäulenverbiegungen mit Fehlhaltungen (Skoliose),  im Weiteren zu Denkstörungen (der Kopf muss zum Denken immer gerade gehalten werden, was bei Fehlhaltungen zu Verspannungen führt) und Kopfschmerzen bereits im Kindesalter.

Im Erwachsenenalter kann es ebenfalls zu Verspannungen der Muskulatur, zu Fehlhaltungen und später zu Fehlbelastungen der Knie- und Hüftgelenke mit Abnutzungserscheinungen kommen. Tennisellenbogen und Schmerzen im Schulter-Nackenbereich weisen häufig auf die Fehlhaltung hin.
Die Therapie muss aber trotzdem an der Basis beginnen, falls sich ein Beckenschiefstand herausstellt.

Je früher die Blockierung beseitigt wird und je besser der Patient anschließend die verkürzte Muskulatur dehnt, umso besser sind die Chancen hier entgegen zu wirken.

Mittels einer Kontrolle der gesamten Wirbelsäule und der Fuß- und Kniegelenke, sowie der übrigen Gelenke, Triggerpunktbehandlung zum Lösen der verspannten Muskulatur und anschließender Blockadebeseitigung mittels osteopathischer Techniken lässt sich so mancher Beckenschiefstand rasch korrigieren und Folgeerkrankungen entgegenwirken.

Besteht der Beckenschiefstand von Kindheit oder Säuglingsalter an, oder besteht eine Veranlagung dazu, sollte eine homöopathische Konstitutionsbehandlung in Erwägung gezogen werden, da hier tieferliegende Störungen die Ursache sein können.