Behandlung der chronischen Krankheiten
Bei einer ca. 2-stündigen Anamnese (= Befragung des Patienten und Untersuchung) stellt der Homöopath auch viele Fragen um die Veranlagung des Patienten herauszufinden und so das vorherrschende Miasma (vorherrschende Grundstörung, die den ganzen Körper betrifft) herauszufinden.
Hier interessieren insbesondere:
1. Fragen nach Erkrankungen in der Familie(auch die Todesursache von Verwandten)
2. Fragen nach der Krankheitsentwicklung
3. Fragen nach persönlichen Eigenheiten
Im Einzelnen:
1. Über Fragen nach den Erkrankungen in der Familie findet man die ererbten Miasmen. Anhand der ererbten Miasmen stellt der Homöopath fest, wo die ererbten Schwachstellen und die Veranlagungen liegen.
2. Bei Fragen nach der Krankheitsentwicklung sind die Daten, wann welche Erkrankungen auftraten oder wann welche Operationen oder Impfungen durchgeführt wurden, deshalb so wichtig, weil man sehen kann, wann ein Miasma aktiv wurde und wann es wieder sozusagen in Latenz ging (d.h., wann es keine Symptome mehr beim Patienten auslöste). Miasma auslösende Momente wie Impfungen oder Unterdrückungen werden sichtbar. So kann man oft Gründe für das Auftreten der aktuellen Erkrankung finden und diese dann gezielt behandeln. Der Homöopath entwickelt ein Diagramm mit allen Daten und kann so die Entwicklung der aktuellen Beschwerden sehen.
3. Die persönlichen Eigenheiten führen den Homöopathen zusammen mit den anderen erhobenen Daten zur homöopathischen Arznei, die exakt zu dem Patienten passt. Er stellt das Symptomenbild zusammen, das der Patient zum jetzigen Zeitpunkt zeigt.
Der Ausgangspunkt (in der Vererbung begründet), die Entwicklung der aktuellen Beschwerden (von der Schwangerschaft der Mutter an) und das aktuelle Symptomenbild führen den Homöopathen zur homöopathischen Arznei, die das aktive Miasma beruhigen und somit die aktuellen Beschwerden lindern oder heilen und Krankheiten zurückführen kann.